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Ein Fototagebuch...

Diario de Madrid

¡Bienvenid@s a Madrid! Vom 25. Februar bis zum 6. März hat die Klasse 7c das Glück, die spanische Landeshauptstadt zu entdecken. Verfolgen Sie die Erlebnisse hier im Foto-Tagebuch...

1. Tag

Nach dem schicken Flug mit LAN-Chile kurz vor Mitternacht, fiel es einigen heute morgen ganz schön schwer aus den Federn zu kommen. Dafür hat sich die Stadt von ihrer besten Sonnenseite präsentiert. Manche konnten noch gar nicht glauben, dass sie jetzt in Spanien sind, dass es wirklich "galletas" und "colacao" zum Frühstück gab und dass sie sooo viel laufen mussten.

2. Tag

Der Tag fing etwas chaotisch an, da uns der spanische Lehrer leider erst nächste Woche erwartet hat und dementsprechend nicht am Treffpunkt war. Aber da wir uns mittlerweile bestens selber in Madrid auskennen, sind wir einfach in die Stadt gelaufen und haben die Aussicht von der Dach-Terrasse des "Corte Inglés" genossen.

Anschließend hat uns der spanische Kollege gefunden und ist mit uns ins Wachsfigurenmuseum gegangen, sicherlich ein Highlight des Besuchs. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, sich mit seinen Idolen ablichten zu lassen oder Teil der Geschichte zu werden?

 

3. & 4. Tag

Am Wochenende steht ein individuelles Programm auf dem Plan: Manche machen Ausflüge, manche Treffen sich im "Parque de atracciones", manche spielen zusammen Fußball. Am Montag erfahren wir mehr.

Wir begleitenden Lehrerinnen (Frau Urban und Frau Simon) können auf jeden Fall das "Museo Reina Sofía" mit seiner tollen Dachterrasse empfehlen oder einen Spaziergang entlang des Flusses Manzanares, wo eine neue Parkanlage entstanden ist. Außerdem kann man ganz prima über den "Rastro", den Flohmarkt sowie durch die Straßen von "La Latina" und "Lavapiés" bummeln.

Viel Spaß dabei!

5. Tag

Das Wochenende war ein voller Erfolg: Es wurden Ausflüge gemacht, gespielt, gegessen, etc. Die Kinder haben sich untereinander organisiert, sodass das Heimweh nicht zu groß werden konnte. Ein gutes Zeichen für den Austausch!

Heute stand dann wieder ein gemeinsames Erlebnis auf dem Programm: Der Prado-Besuch! Endlich konnten wir die "Meninas" live sehen und auch so allerhand andere "alte Schinken". Wir wurden in zwei Gruppen durch das Museum geführt und haben über ausgewählte Kunstwerke Näheres erfahren, z.B. wieso "El Greco" El Greco genannt wurde und warum seine gemalten Figuren so verbogene Gliedmaßen haben. (Wer die Antwort wissen möchte, muss die 7c fragen.) Bei der anderen Gruppe ging es um Götter und Mythen, und es haben sich Spezialisten in der 7c aufgetan, von deren mythologischem Wissen wir bisher gar nichts wussten. Chapeau!

Leider durften wir im Museum keine Fotos machen, deswegen nur ein paar Bilder von drumherum...

 

6. Tag

Endlich, endlich, endlich... stand der heiß ersehnte Stadion-Besuch von Santiago Bernabéu auf dem Programm!

Einmal auf den Spielerbänken sitzen? Wie sehen die Umkleidkabinen, die alten Schuhe und Trikots aus? Pokale über Pokale... Das Ganze virtuell aufbereitet - mit unendlich vielen Bildschirmen und einer Soundinstallation, als ob man in einem begehbaren Kino wäre. Das beeindruckt selbst die meisten Nicht-Fußballfans.

"Frau Simon, was heißt Rasen auf Spanisch?" - "Césped." Einige Mutige trauen sich und fragen den Aufseher, ob sie ihn mal berühren dürfen, aber die Antwort ist stets die gleiche: "No, lo siento, está prohibido." Warum nur? Das lässt manche schier verzweifeln...

7. Tag

Schon nach nur einer Stunde Busfahrt Richtung Südwesten ist man in Toledo, der alten Hauptstadt Spaniens (bis 1561). Sie liegt direkt am längsten spanischen Fluss, dem Tajo und ist in vielerlei Hinsicht sehenswert.

Wir wurden von Paco durch die Stadt geführt. Besonders interessant waren die beiden mittelalterlichen Synagogen "Santa María la Blanca" und "El Tránsito", die von den Mauren erbaut wurden und nach der Vertreibung der Juden 1492 als Kirchen genutzt wurden. Manchmal ist man bei den Erklärungen ganz durcheinander gekommen: Hebräische und arabische Schriftzeichen in einem Gotteshaus und unten drunter die Krypta? Wie geht das alles zusammen?

Überhaupt ließen sich in der gesamten Stadt jüdische und muslimische Spuren finden: Wunderschöne Hufeisenbögen, sechs- und achteckige Sterne und Ornamente. Aber nicht nur das: Wir waren auch noch im "El-Greco-Haus" und konnten einige Gemälde dieses Künstlers bewundern, den wir ja schon im Prado kennengelernt hatten.

Danach gab es für alle noch viel Zeit, um auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Das ganze schon wieder bei schönstem Sonnenschein. Wenn Engel reisen...?

8. Tag

Sonne und Churros, da fällt der Abschied von Madrid besonders schwer!

Der letzte Tag ist angebrochen und die Spanier arbeiten mit allen Tricks. Erst waren wir im beeindruckenden "Palacio Real" (Königspalast), der mit seinen Wandteppichen, vergoldeten Uhren, verzierten Möbeln, Ritterrüstungen und dem ganzen Prunk schon mächtig Eindruck hinterlassen hat. Hier durften wir mal wieder keine Fotos machen, so dass man eben doch nach Madrid kommen muss, um es sich selbst anzuschauen.

Zum anderen haben wir endlich die heißbegehrten "Churros mit Chocolate" gegessen: Dickflüssige Schokolade und fettige Kräbbelchen in lustiger Stangenform. Mmmm, lecker!

Wie sollen wir in Deutschland nur ohne sie und den herrlichen Sonnenschein auskommen? Aber angeblich wird es Samstag warm?

9. Tag

Heute blieb unser Seminarraum leer. Stattdessen haben wir die Koffer in der Schule eingeschlossen und wurden in die Cafeteria zu "Colacao" und "Bollería" (Stückchen) eingeladen. Danach ging es noch einmal bei schönstem Wetter in den "Parque del Retiro" direkt neben der Schule. Bei einer Rallye galt es verschiedene Punkte des Parks ausfindig zu machen und Wissensfragen zu beantworten.

Und eh man sich´s versah, war der Morgen auch schon rum und der Aufbruch angesagt: Man sah viele Umarmungen, ein paar Tränchen und hörte immer wieder ein herzliches "Hasta el mayo", bis Mai!

Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus zum Flughafen verlief reibungslos, die ersten Gastgeschenke ("galletas") wurden bereits im Bus verzehrt und mit Spannung der Rückflug erwartet. Müdigkeit und Aufgedrehtheit gaben sich die Hand und werden dieses Wochenende bestimmt noch in jeder Familie zu spüren sein.

Schön war´s, bei den Spaniern! Wir freuen uns schon auf ihren Besuch!

 

Text/Fotos: Ina Maria Simon

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